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Prof. Schubert verstorben.

04. Februar 2007

Das Österreichische Jüdische Museum trauert um Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Kurt Schubert.

Prof. Schubert verstarb nach kurzer schwerer Krankheit am 04. Februar 2007. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Österreichischen Jüdischen Museums trauern um den Gründer und langjährigen Vizepräsidenten des Museums.

Professor Kurt Schubert[D]

»Das Museum verliert mit Prof. Schubert nicht nur einen Wissenschaftler von Weltrang, sondern vor allem auch einen Menschen, der das Museum - nach dem Institut für Judaistik - leidenschaftlich als sein ›zweites wissenschaftliches Kind‹ bezeichnet hat und uns in allen Anliegen und Sorgen wirklich jederzeit zur Seite stand.

Die folgenden Worte wurden von mir unter dem Titel ›Genius loci‹ zu Professor Schuberts 80. Geburtstags geschrieben und dürfen hier - leicht geändert und als Nachruf - wiederholt werden:
Vom ehemaligen Bundeskanzler und derzeitigem Präsidenten unseres Museums, Dr. Fred Sinowatz, stammt der Ausspruch, dass dieses jüngste Bundesland Österreichs - historisch und bis heute - von Nichtburgenländern und Nichtburgenländerinnen geprägt oder zumindest entscheidend mitgeprägt wurde.
Dass das Jüdische Museum nun mittlerweile über 30 Jahre diese östlichste Region unseres Landes (wenn auch keineswegs nur diese) kulturell mitprägt, ist zunächst das Verdienst Professor Schuberts, der schon Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrtausends die Idee zu diesem gesamtösterreichischen jüdischen Museum hatte. In die Realität umgesetzt werden konnte diese Idee bereits 1972 durch die tatkräftige Unterstützung des damaligen Landesrates für Kultur im Burgenland und späteren Bundeskanzlers Dr. Fred Sinowatz und des damaligen Leiters der Kulturabteilung der burgenländischen Landesregierung, Hofrat Dr. Johann Jandrasits.

Es war mein Vorgänger als Geschäftsführer des Museums, Dr. Nikolaus Vielmetti, der schrieb: ›Die Berühmtheiten der Judengassen des Burgenlandes stammen alle entweder aus dem Rabbiner- oder Gelehrtenstand‹.

Die Judengassen sind heute Vergangenheit, die primäre Aufgabe des Museums ist, diese Vergangenheit nicht der Vergessenheit anheim fallen zu lassen. Und wenn einer meiner späten Nachfolger in vielen Jahrzehnten oder Jahrhunderten über die Geschichte des das Museum beherbergenden Wertheimerhauses erzählt, wird er nicht umhinkommen, - nach vielen großen Namen - im 20. und 21. Jahrhundert neben Alexander (Sandor) Wolf auch den Namen Kurt Schubert mit entsprechender Ehrfurcht zu nennen (nur am Rande sei erlaubt zu erwähnen, dass sich die beiden Herren äußerlich zum Verwechseln ähnlich sind)«,

sagt der Leiter des jüdischen Museums, Johannes Reiss.

Kurt Schubert wurde am 4. März 1923 in Wien geboren und promovierte 1945 zum Dr. phil. an der Universität Wien. Er wurde 1966 zum ordentlichen Professor für Judaistik und Vorstand des neu gegründeten Instituts für Judaistik an der Universität Wien ernannt. 1972 gründete er das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt, dem er Zeit seines Lebens auf engste verbunden war.
Univ.-Prof. Kurt Schubert hinterlässt 2 Töchter und 3 Enkelkinder.

Weitere Links zum Ableben von Professor Kurt Schubert

CZJ
derStandard (Wissenschaft)
derStandard (Politik)
Die Jüdische
Institut für Judaistik
ORF Religion
ORF Volksgruppen
ORF Wien
Österreichisch-Israelische Gesellschaft
Radio Stephansdom
Universität Wien online
Wiener Zeitung
Wienweb

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Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt, 2005-2017