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Schlaining.

Wahrscheinlich wurde die jüdische Gemeinde Schlaining (seit 1991 Stadtschlaining) in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gegründet. Die Juden von Schlaining standen unter dem Schutz der Familie Batthyány, die als Grundherren in ihren Schutzbriefen das Leben der Juden bis in alle Einzelheiten regelten.

Viele Juden von Schlaining verließen den Ort im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, um sich in wirtschaftlich besser gestellten Gemeinden der Umgebung niederzulassen. Schon Ende des 19. Jahrhunderts lebte die Hälfte der Schlaininger Juden in Oberwart, 1934 wohnten nur mehr 19 Juden in Schlaining.

Marietta Fluk, die 1932 in Schlaining geboren wurde und 1938 mit ihrer Familie in die USA emigrieren musste, erinnert sich:

»In Schlaining habe ich meine frühe Kindheit verbracht. Ich war sechs Jahre alt, als wir wegmussten. Eine Erinnerung habe ich: als Nazis in Uniform kamen und an die Haustür schlugen. Meine Mutter sagte, ich solle kein Wort sagen. Sie drangen ein und durchsuchten das Haus. Ich weiß noch, dass wir bald darauf Schlaining verließen, nach Wien gingen und von dort in die USA ...«

Aus dem Buch: Tschögl, Tobler, Lang (Hrsg.), Vertrieben. Erinnerungen burgenländischer Juden und Jüdinnen, Wien 2004.

Bibliothek Synagoge Schlaining - Zur Großansicht[D]

Bild: Bibliothek in der ehemaligen Synagoge heute.
Großansicht 47 KB.

Heute befinden sich die ehemalige Synagoge von Schlaining sowie das Rabbinatshaus im Besitz des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung. In der Synagoge ist die Bibliothek des Instituts untergebracht.

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Oberwart.

Obwohl schon 1824 drei Juden in Oberwart namentlich genannt werden, nimmt die jüdische Gemeinde erst im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts stärker zu. 1922 verließ der letzte Rabbiner, Dr. Felix Blau, Schlaining und übersiedelte nach Oberwart.
1930 wurde die jüdische Gemeinde Oberwart als eigene Kultusgemeinde amtlich bestätigt.

Jüdischer Friedhof Oberwart - Zur Großansicht[D]

Bild: Jüdischer Friedhof von Oberwart.
Großansicht 57 KB.

Erhalten geblieben ist in Oberwart einzig und allein der Friedhof, der als einziger jüdischer Friedhof des Burgenlandes keine hebräisch verfassten Grabinschriften hat.

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Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt, 2005-2017