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Schabbat / Sabbat

Schabbat, hebräisch ›Ruhen‹, bezeichnet den wöchentlichen jüdischen Feiertag. Er beginnt Freitagabend nach Einbruch der Dämmerung und endet Samstagabend bei Dunkelheit.

Traditionell gilt der Schabbat als Tag der Ruhe, des Studiums und der Familie.

Das Kennzeichen des Schabbat ist ein allgemeines Arbeitsverbot. Der Schabbat erinnert an das Ruhen Gottes nach Erschaffung der Welt sowie an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten.

Schächten

Schächten, hebräischSchechita‹, bezeichnet die spezifisch jüdische Technik des Schlachtens von Tieren.

Das Schächten geschieht durch einen eigens geschulten Fachmann (Schochet) unter rabbinischer Aufsicht. Beim Vorgang des Schächtens wird mit einem scharfen, schartenfreien Messer mit einem Schnitt Halsschlagader, Luft- und Speiseröhre des Tieres durchtrennt. Nur geschächtete Tiere gelten als koscher.

Siehe auch den Artikel: Berger, Grundlagen des Schächtens.

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Schalom

Schalom ist das hebräische Wort für ›Friede‹. Es findet als Grußwort Verwendung.

In der Tora erscheint Schalom als die Gabe Gottes und bezeichnet die heile Beziehung von Gott und Mensch bzw. unter den Menschen.

Schofarhorn

Schofar bezeichnet das ausgehöhlte Horn eines Widders oder einer Antilope, dessen Spitze zu einem Mundstück geformt ist. Nach biblischer Überlieferung wurde das Schofar als Signalhorn im Krieg oder bei Gefahr, später auch beim Tempeldienst verwendet.

Traditionell wird das Schofarhorn zum jüdischen Neujahrsfest sowie am Versöhnungstag geblasen. Das Blasen wird als Ruf zur Umkehr und als Zeichen des Sieges über das Böse verstanden.

Schtetl

Schtetl, jiddisch ›Städtchen‹, ist die Bezeichnung für ehemalige jüdische Siedlungen in Osteuropa, etwa auf dem Gebiet Polens, Litauens und Ungarns.

Kennzeichnend für das Schtetl war sein in der Regel kleinstädtischer Charakter (mit bis zu 20.000 Einwohnern) mit politischer Selbstverwaltung, die auch die freie Religionsausübung mit sich brachte.

Charakteristika der Schtetl-Kultur waren etwa die jiddische Sprache sowie der hohe Stellenwert der religiösen Gelehrsamkeit. Das Schtetl gilt außerdem als Heimat des Chassidismus, die Schtetl-Kutlur als Gegenstück zur jüdischen Aufklärung.

Nach zunehmender Abwanderung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts führte der Holocaust zur endgültigen Zerstörung des Schtetls.

›Schul‹/›Schule‹

Im Mittelalter wurde die Synagoge als Zentrum der religiösen Unterweisung auch als (Juden-)›Schul‹, lateinisch ›schola iudaeorum‹, bezeichnet.

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Seder

Seder, hebräisch ›Ordnung, bezeichnet das rituelle Festmahl im Rahmen des Pesachfestes.

Sfarad / Sfarden / Sfaradim (auch: Sepharad, Sepharden, Sephardim)

Sfarad ist hebräisch und bedeutet ›Spanien‹.

Sfarden ist die hebräische Selbstbezeichnung der Juden Spaniens und Portugals.

Von der aschkenasischen Tradition unterscheidet sie insbesondere ihre eigenständige Sprache (Ladino). Zusammen mit den Aschkenasen bilden die Sfarden den Hauptstrang des europäischen Judentums.

Shoa

Siehe Holocaust.

Sukkot

Siehe Laubhüttenfest.

Synagoge

Synagoge, griechisch: ›Synagein‹ ›Zusammenkommen‹, bezeichnet den Gebetsraum einer jüdischen Gemeinde. Nach der Zerstörung des Tempels von Jerusalem (70 n. d. Z.) als jüdischem Zentralheiligtum wurden die Synagogen die neuen Zentren jüdischen Lebens.

Bis zum heutigen Tag ist die Synagoge der Ort der liturgischen Versammlung. Charakteristisch für den synagogalen Gottesdienst sind die Schriftlesung aus der Tora und den Prophetenbüchern, die Schriftdeutung sowie das gemeinsame Gebet.


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Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt, 2005-2017