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Z.

Zeitrechnung

Die heute übliche jüdische Zeitrechnung geht von der Schöpfung der Welt aus, die aufgrund der in der Bibel angeführten und zusammengezählten Lebensjahre der Menschengeschlechter auf das Jahr 3760 vor der christlichen Zeitrechnung angesetzt wird.

Obwohl schon in neutestamentlicher Zeit in Verwendung, setzt sich diese traditionelle Zählung erst im 11. Jahrhundert durch und hat sich bis zum heutigen Tag erhalten.

Danach entspricht das Jahr 1240 des allgemeinen Kalenders dem Jahr 5000 des jüdischen Kalenders. Das Jahr 2005 ist also das zum Beispiel das Jahr 5765 nach jüdischer Zeitrechnung.

Das jüdische Jahr beginnt im Herbst am 1. des Monats Tischre und hat 12, ein Schaltjahr 13 Monate. Die Monatsnamen sind assyrisch-babylonischer Herkunft. In untenstehender Liste finden sich die Monatsnamen und die entsprechenden Monate des gregorianischen Kalenders. Da der jüdische Kalender ein luni-solarer (also ein Sonnen-Mond-Kalender) ist, variieren die Feste um jeweils maximal 30 Tage. Der Grund dafür ist, dass die jüdischen Feste ursprünglich landwirtschaftlichen Charakter hatten und Sonnen- und Mondjahr (mit Schaltmonaten) aneinander angeglichen werden mussten, damit die Feste nicht durch das Jahr ›wandern‹.

  • Tischre (September / Oktober)
  • (Mar)Cheschwan (Oktober / November)
  • Kislew (November / Dezember)
  • Tevet (Dezember / Jänner)
  • Schvat (Jänner / Februar)
  • Adar (Februar / März)
  • Nisan (März / April)
  • Ijjar (April / Mai)
  • Siwan (Mai / Juni)
  • Tammus (Juni / Juli)
  • Av (Juli / August)
  • Elul (August / September)

Für den Browser Firefox gibt es einen sehr guten Kalender als Add-on (Erweiterung).

Für Mac sind der Kalender und für den Mailclient "Thunderbird" eine Erweiterung ebenfalls erhältlich: Hebrew Calendar.

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Zionismus

Zionismus bezeichnet die nationalistisch-ideologische Bewegung des jüdischen Bürgertums seit Ende des 19. Jahrhunderts, das die Schaffung eines eigenständigen jüdischen Staates anstrebte und damit die Grundlagen für die Errichtung des Staates Israel 1948 schuf. Der Begriff wurde 1890 von dem jüdischen Wiener Journalisten Nathan Birnbaum geprägt, Vordenker des politischen Zionismus war der Wiener Theodor Herzl.

Die Wurzeln des neuzeitlichen Zionismus liegen in der seit der einsetzenden Diaspora existierenden religiösen Hoffnung auf messianische Erlösung, die in jüdischem Bewusstsein eng an die Heimkehr ins Land Israel geknüpft war.

Das Wort ›Zion‹ war ursprünglich die Bezeichnung für eine Anhöhe und die auf ihr gelegene Burg in Jerusalem und wurde später auf die Stadt selbst bzw. das ganze Land übertragen.


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Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt, 2005-2017