Textlogo: Österreichisches Jüdisches Museum; Zur Startseite[D]

Hauptnavigation.

 

Geschichte des Hauses.

Die Geschichte des Museums ist zuallererst die Geschichte eines berühmten Hauses. Schon 1696 lesen wir in Urkunden vom ›Haus, wo die Synagog' ist‹. Dabei handelt es sich um das ›Wertheimer'sche Freihaus‹, dessen Bau Samson Wertheimer (geboren 1658 in Worms in Deutschland, gestorben 1724 in Wien) in Auftrag gegeben hatte. Wertheimer wurde 1703 in Wien ›Hof- und Kriegsoberfaktor‹ und diente als solcher mehreren Kaisern. Seine Aufgaben bestanden vor allem darin, dem kaiserlichen Hof benötigtes Kapital zu vermitteln. Aufgrund seiner außerordentlich großen Gelehrsamkeit wurde er zum Landesrabbiner von Ungarn berufen. Daher war es für ihn naheliegend, sein Palais in Eisenstadt zu errichten, zumal es die Esterházys »für langjährige Verdienste«, (Zitat aus einer esterházyschen Urkunde) die er ihnen erwiesen hatte, finanzierten.
Siehe besonders unseren Blogbeitrag: Bild der Woche - Wertheimer-Grab.

nach oben

Über die Geschichte und Besitzverhältnisse des Wertheimerhauses im 18. Jahrhundert besitzen wir leider keine Kenntnis. Anfang des 19. Jahrhunderts verkaufte jedenfalls Fürst Nikolaus II. Esterházy das Haus an Joseph Hirschler. Die jüdische Gemeinde Eisenstadt konnte jedoch den Fürsten dazu bewegen, den Verkauf rückgängig zu machen, als Hirschler die private Synagoge auflassen und alle im Haus wohnenden Parteien vertreiben wollte. Hirschler begegnet uns übrigens kurze Zeit später als führende Persönlichkeit der Gemeinde Lackenbach und als Entdecker des musikalischen Talents des jungen Franz Liszt wieder (siehe "Franz Liszt und sein jüdischer Entdecker").

Wertheimerhaus um 1910 - Zur Großansicht[D]

Bild: ›Weinhandlung Leopold Wolf's Söhne‹ im Wertheimerhaus,
um 1910.
Großansicht 55 KB.

1875 erwarb die Familie Wolf das Haus und richtete neben Wohnungen für Familienmitglieder und Bedienstete den Hauptsitz der Weinhandlung ›Leopold Wolf's Söhne‹ ein.

Das Wertheimerhaus befand sich - abgesehen von der gewaltsamen Arisierung - 75 Jahre im Besitz der Familie Wolf. 1945 war es dem Landesverband Burgenland der Österreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuz möglich das Haus zu erwerben.

Siehe auch den Blogartikel Das Wertheimerhaus von Klaus Jürgen Bauer.

Seit 18. Juni 2020 ist das Wertheimerhaus auch der offizielle Amtssitz des burgenländischen Landesrabbiners Schlomo Hofmeister.

Tafel für Landesrabbiner Schlomo Hofmeister - Zum Blogartikel mit  Großansicht

Bild: Tafel für Landesrabbiner Schlomo Hofmeister.
Blogartikel mit Großansicht .

nach oben


Zusatznavigation.


Zurück zur Hauptnavigation.
Zurück zur Navigation der Unterseiten von Bereich Startseite.
Zurück zum Inhalt von ›Geschichte des Hauses‹.
Zurück zur Zusatznavigation mit Suche, Links zu Leichter Sprache, Hilfe, Lexikon und Inhalt.

Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt, 2005-2021