Kulturerbe Digital
Digitalisierung der Eigenbestände des ÖJM
01. April 2024 – 30. April 2026
Für einen modernen und zeitgemäßen Museumsbetrieb ist es essentiell die Bestände des Museums online präsentieren zu können, sei es, um die Arbeit mit diesen weltweit zu ermöglichen, oder ansonsten nicht zugängliche Stücke sichtbar zu machen. Beim ÖJM handelt es sich um ein Zusammenspiel dieser Beweggründe, doch der Hauptgrund für die angestrebte Digitalisierung der Eigenbestände des Museums besteht darin, dass viele der Objekte aufgrund ihres Zustandes bald nicht mehr erhalten sein werden, weshalb es sich strenggenommen um eine Rettungs- und Dokumentationsaktion handelt. Diese Aktion soll einerseits bereits beschädigte Objekte für die Nachwelt sichern und andererseits helfen Lücken in der jüdischen Geschichte Österreichs, v.a. des Burgenlandes, zu schließen.
Gefördert durch:

Interreg-Projekt SK-AT
Smart Map of Jewish History
01. Juni 2025 – 31. Mai 2028
Die Region von Bratislava bis zur Wachau, um Eisenstadt und den Neusiedler See, von Wien und dem Wienerwald bis nach St. Pölten und in das Traisental ist durch eine lange gemeinsame Vergangenheit verbunden. Ein Teil davon ist die jüdische Geschichte, die, geprägt vom Wechsel zwischen Ansiedlung, Blüte und Vertreibung, bis in die Gegenwart sichtbar ist – in Form von (ehemaligen) Synagogen, Friedhöfen, Wohnhäusern und Erzählungen.
Mit der „Smart Map of Jewish History“ wird seit 2025 ein digitales Werkzeug mit innovativen E-Tools und 3D-Visualisierungen entwickelt, um diese Geschichte zu erzählen.

Gefördert durch:

Digitale Transformation
Spuren jüdischer Vergangenheit erfahrbar machen
01. Mai 2026 – 31. Dezember 2026
Das Projekt Spuren jüdischer Vergangenheit erfahrbar machen erweitert die digitale Sammlung des Österreichischen Jüdischen Museums und macht jüdisches Kulturerbe auf neue Weise zugänglich. Durch die vertiefte Erschließung der Bestände auf dem Portal digital.ojm.at sollen Objekte nicht nur besser auffindbar werden, sondern auch in ihren historischen, kulturellen und persönlichen Zusammenhängen sichtbar gemacht werden. Erweiterte Metadaten, interaktive Karten, thematische Verknüpfungen und standardisierte Datensätze werden im Rahmen des Projekts neu erarbeitet und sollen Nutzer*innen einen niederschwelligen Zugang zu den Sammlungen ermöglichen sowie neue Perspektiven auf das jüdische Leben in Österreich, insbesondere im Burgenland, eröffnen.
Im Zentrum des Projekts stehen ausgewählte Objekte, deren Geschichten durch Interviews, historische Dokumente und persönliche Erinnerungen lebendig werden sollen. Geplant sind multimediale Online-Ausstellungen und digitale Sammlungszugänge zu Themen wie sephardische Spuren in Burgenland; jüdisches Leben in der ungarisch-österreichischen Grenzregion; das Schicksal der jüdischen Familien aus dem Burgenland nach 1938; religiöse Traditionen ehemaliger jüdischer Gemeinden im Burgenland; sowie die Geschichte koscherer Weinproduktion. Gemeinsam mit Expert*innen, Nachfahr*innen ehemaliger jüdischer Familien sowie mit Menschen mit Bezug zur regionalen Geschichte sollen neue Perspektiven auf jüdisches Erbe, Erinnerung und Identität wissenschaftlich fundiert, partizipativ und für ein breites Publikum zugänglich gemacht werden.
Die Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit ist ein zentraler Bestandteil des Vorhabens. Burgenländer*innen sowie Menschen mit Bezug zum Judentum, zur jüdischen Geschichte oder zu einzelnen Projektthemen sind eingeladen, sich mit Erinnerungen, Dokumenten, Objekten oder Hinweisen einzubringen und mit dem Museum in Kontakt zu treten.
Gefördert durch:

