Marta Karlweis 1919 erschienener Debütroman über die Suche einer ehrgeizigen und freiheitsliebenden jungen Frau nach ihrer wahren Identität und den Mut, kompromisslos gegen gesellschaftliche Konventionen vorzugehen, ist ein psychologisch raffiniertes, stilistisch herausragendes Meisterwerk, das seine LeserInnen in eine ‚Welt von Gestern‘ entführt.
Marta Karlweis wurde am 27. April 1889 in Wien geboren. Ihr Vater war der erfolgreiche Wiener Bühnenschriftsteller und Vorstadtdramatiker Carl Karlweis, zu dessen Freunden u.a. Schnitzler, Hofmannsthal und Beer-Hofmann zählten. Marta gelang 1929 mit ihrem Roman „Ein österreichischer Don Juan“ endgültig der literarische Durchbruch. 1939 ging sie nach dem Anschluss Österreichs ins Exil nach Kanada. Ihr schriftstellerisches Werk geriet ab 1945 zunehmend in Vergessenheit.
Das wiederentdeckte zeitlose Meisterwerk erschien am 7. April 2026 im Verlag ‚Das vergessene Buch‘ und wird von Elisabeth Seethaler – Sprecherin, Programmgestalterin und szenische Darstellung – im Beer-Hofmann Salon des Museums präsentiert.

